2012 feiert Tarzan seinen 100. Geburtstag. Der Tages-Anzeiger berichtet aus diesem Anlass über den Aufstieg des Affenmenschen zur Ikone der Populärkultur und verweist auf die drei Tarzan-Bände, die im März bei Walde+Graf erscheinen werden.
Der weisse Affe
von Martin Halter
Vor 100 Jahren erfand der Schriftsteller Edgar Rice Burroughs den Affenmenschen Tarzan. Zum tierlieben Vegetarier wurde der wilde Mann aber erst nach seiner Bändigung durch das Kino.
Cheeta hat das Tarzan-Jubeljahr nicht mehr erlebt. An Heiligabend verschied Tarzans Schimpansenfreund im biblischen Affenalter von 81 Jahren in einem Primatenaltersheim in Florida. Dass er, wie die Direktorin behauptete, sein Debüt 1932 an der Seite von Johnny Weissmuller gab, ist wohl nur eine Werbelegende. Der malende, Bier trinkende und christliche Folkmusik hörende Affenmethusalem war vermutlich viel jünger und hat womöglich nie in einem Film mitgespielt (schon 2008 war ein anderer, ähnlich begabter Ur-Cheeta in Kalifornien als Schwindler entlarvt worden).
So oder so: Der Affe ist tot, aber Tarzan lebt. Zum 100. Jahrestag von Edgar Rice Burroughs’ Roman «Tarzan of the Apes» bringt der Zürcher Verlag Walde + Graf jetzt eine dreibändige Tarzan-Kassette heraus – bald soll auch eine neue Tarzan-Trilogie unter der Regie von Craig Brewer verfilmt werden.
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