"Lesen Sie dies! Und tun Sie es jetzt!" Unter dieser Rubrik empfiehlt Frank Schäfer "Ich erinnere mich" in der ZEIT. Die BILD am Sonntag "kann sich an keine bessere Autobiografie erinnern" und auch die SIEGESSÄULE ist begeistert von Joe Brainards Memoiren.
DIE ZEIT
Lesen Sie dies! Und tun Sie es jetzt!
Buchtipp von Frank Schäfer
Jeder neue Absatz beginnt mit "Ich erinnere mich", aber diese serielle Phrase überliest man bald, weil sie immer nur die Lunte ist für das so entzündete Erinnerungsfeuerwerk. Brainards "Gedächtnismaschine" (Siri Hustvedt) katapultiert ihn mühelos durch Raum und Zeit, von einer frühkindlichen Tagträumerei hin zu einem noch ganz frischen Erlebnis in der New Yorker Schwulenszene der frühen Siebzigerjahre – und wieder retour. Das Banale steht hier neben dem Epiphanischen, und im Idealfall fällt beides zusammen.
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BILD am Sonntag
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Buch zur Lücke – Als "brüllend komisch und tief bewegend" hat Paul Auster dieses, sein Lieblingsbuch beschrieben. Nun ist "Ich erinnere mich" von Joe Brainard endlich, endlich, endlich auch auf Deutsch erschienen. Und wir können uns an keine bessere Autobiografie erinnern.
Siegessäule
"Ich erinnere mich" erweckt einen fast vergessenen US-Künstler zum Leben
Jetzt hat ein mutiger Schweizer Kleinverlag die von Paul Auster als „Meisterwerk“ gerühmten Memoiren eines weiteren Dichters und Künstlers dieser Downtown Clique auf den Markt gebracht, nämlich Joe Brainards „Ich erinnere mich“. Mit typisch amerikanischem Understatement notierte Brainard 1970, was ihm so durch den Kopf schoss, wenn er an seine damals noch lange nicht verflossene Jugend dachte. Er spielt mit der Chronologie, mischt die Themen, spielt mit Gefühlen – seinen Gefühlen – und aus diesem genialen Mix resultiert ein unwiderstehlicher Cocktail, den Auster als „erhebend lustig und gleichzeitig tief bewegend“ beschreibt.