Kranke Stadt

Es ist das letzte Zeugnis des Lebens einer Hollywood-Ikone, das Hardcore-Drogenjunkie Jeffrey in Tony O'Neills L.A.-Trash-Thriller "Sick City" in die Hände fällt: Ein Sextape aus den 60ern, das die von der Manson Family abgeschlachtete Schauspielerin Sharon Tate zeigt. Jeffrey weiß, um den Streifen zu viel Geld zu machen, bedarf es einen kühlen Kopf. Deshalb weist er sich erst einmal selbst in die Promi-Entzugsklinik des nicht ganz astreinen TV-Psychologen Dr. Mike ein. Zufällig lernt er hier den perfekten Verbündeten für sein Vorhaben kennen, denn Mitpatient Randal gehört zum alten Filmstudio-Adel und hat die richtigen Kontakte, um den Porno an den Mann zu bringen.

Gemeinsam begeben sie sich auf eine Odyssee durch die üblen Gegenden der Traumfabrik, wo Peepshows, Stundenhotels und Schnapsläden die Szenerie bestimmen und sie auf allerlei durchgeknallte Freaks treffen. Bald ist ihnen nicht nur der eiskalte Dealer Pat auf den Fersen, vor allem ihre eigene Sucht ist es, die sie immer tiefer in die Abgründe von "Sick City" abstürzen lässt.
Dreckig, hart, überdreht – Tony O'Neill mixt einen Drogencocktail, der einen aus den Latschen kippt und mit den Streetart-Zeichnungen von Michel Casarramona auch optisch echt was hermacht.

von Karoline Laarmann

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